Die Datei gehört dir
Deine Bücher liegen in einer SQLite-Datei auf deinem Rechner. TILL baut von sich aus keine Verbindung nach aussen auf.
Eine Datei, die du kopieren kannst
Deine Buchhaltung ist eine SQLite-Datei. Du kannst sie kopieren, sichern, auf einen Stick ziehen, mit Standardwerkzeugen öffnen und lesen, ohne jemanden um Erlaubnis zu fragen.
Das ist die knappste Fassung des ganzen Arguments. Kein Export, den du beantragen musst, kein Format, das nur ein Anbieter versteht, kein Abo, das weiterlaufen muss, damit du an deine eigenen Zahlen kommst.
SQLite ist dabei kein exotischer Nebenweg. Es ist von der Library of Congress als Format für die Langzeitarchivierung empfohlen, und die Wahrscheinlichkeit, dass es in zehn Jahren noch lesbar ist, ist höher als bei jedem proprietären Buchhaltungsformat.
Keine ausgehende Verbindung
TILL ruft von sich aus nichts im Internet ab und schickt nichts dorthin. Keine Telemetrie, keine Absturzberichte, kein Aufruf nach Hause beim Start.
Genau gesagt, weil die ungenaue Fassung hier schlechter wäre als keine: till serve öffnet sehr wohl einen Socket. Er muss das, denn darüber sprechen das Studio und der MCP-Server. Er lauscht auf localhost, hinter einer Prüfung, die Anfragen von aussen abweist. Wer nachschaut, sieht diesen Listener, und wir möchten, dass er dann findet, was hier steht.
Ein KI-Agent, den du anbindest, ist der eine Fall, in dem Daten deinen Rechner verlassen können, denn ein Modell in der Cloud sieht, was du ihm gibst. Diese Verbindung baust du auf, nicht TILL, und was der Agent darf, entscheidest du.
Gebuchtes bleibt stehen
Eine gebuchte Position wird nicht mehr geändert und nicht gelöscht. Eine Korrektur ist eine Gegenbuchung: der Fehler bleibt sichtbar, die Korrektur steht daneben, und beide tragen ihr Datum.
Buchen ist ausserdem idempotent. Derselbe Vorgang zweimal ausgelöst bucht einmal. Das klingt nach einem Detail und ist die Bedingung dafür, dass ein Agent überhaupt buchen darf: eine abgebrochene Verbindung und ein Wiederholungsversuch dürfen nicht zu doppelten Zahlen führen.
Zur Einordnung, weil dieser Satz oft zu gross geschrieben wird: fortschreibendes Buchen ist gute Praxis und die Grundlage dafür, dass ein Dritter sich nach OR Art. 958 Abs. 1 ein zuverlässiges Urteil über die Lage bilden kann. Es steht so nicht als Vorschrift im Gesetz, und wir behaupten das auch nicht.
Wogegen TILL dich nicht schützt
Diese Liste steht hier, weil eine Sicherheitsseite ohne sie eine Werbeseite ist.
- Gegen deinen eigenen Rechner
- Wer Zugriff auf dein Gerät hat, hat Zugriff auf die Datei. TILL verschlüsselt sie nicht zusätzlich. Festplattenverschlüsselung und ein gesperrter Bildschirm sind deine Aufgabe.
- Gegen Datenverlust
- Eine Datei auf einem Rechner ist eine Kopie. Ohne Sicherung ist ein defektes Laufwerk das Ende deiner Buchhaltung. TILL macht keine Backups für dich.
- Gegen einen Agenten, dem du zu viel erlaubst
- Du entscheidest, welches Modell du anbindest und was es darf. Was du ihm zeigst, sieht sein Anbieter. Die Prüfspur zeigt dir hinterher, was passiert ist, sie verhindert es nicht.
- Gegen falsche Zahlen
- Unveränderlichkeit heisst, dass niemand eine Buchung heimlich ändert. Sie heisst nicht, dass die Buchung richtig war. Prüfen musst du weiterhin.
- Gegen deine Aufbewahrungspflicht
- Zehn Jahre nach OR Art. 958f schuldest du, nicht die Software. TILL gibt dir die Form dafür und nimmt dir die Pflicht nicht ab.
Wie du eine Lücke meldest
Schreib an security@tillbooks.ch. Die Adresse wird gelesen. TILL ist Pre-Alpha und hat kein Bug-Bounty-Programm, und wir behaupten auch keine Antwortfristen, die niemand einhält.
Verfolg mit, wie es weitergeht.