Für Schweizer Bücher gebaut
QR-Rechnung, MWST, Kontenrahmen KMU und ISO 20022, von Anfang an und nicht als Länderpaket.
QR-Rechnung, mit strukturierter Adresse
Die QR-Rechnung ist seit Oktober 2022 der einzige Einzahlungsschein in der Schweiz. Die roten und orangen Scheine sind weg, und mit ihnen die Referenzformate, an denen ältere Software noch hängt.
TILL erzeugt den Swiss QR Code nach den Implementation Guidelines von SIX, mit strukturierter Adresse. Die unstrukturierte Variante läuft aus, und wer sie heute noch schreibt, baut sich eine Migration ein, die er nicht braucht.
Rechnungsdaten nach Swico gehören dazu: die MWST-Aufteilung reist im Beleg mit, damit die Gegenseite sie maschinell lesen kann statt sie abzutippen.
MWST, mit den Sätzen die heute gelten
Sätze in Kraft seit 01.01.2024
Seit dem 1. Januar 2024 gelten drei Sätze. TILL kennt sie und kennt auch die alten, weil eine Periode über den Stichtag hinweg beides braucht.
Die MWST-Abrechnung wird aus den Buchungen gerechnet, nicht daneben geführt. Zu jeder Ziffer siehst du, aus welchen Buchungen sie stammt. Das ist die Nachprüfbarkeit, die OR Art. 957a Abs. 2 verlangt, und MWSTG Art. 70 Abs. 1 bindet die MWST-Buchführung an genau diesen handelsrechtlichen Massstab.
- 8,1 Prozent
- Normalsatz. In der Abrechnung Ziffer 303.
- 3,8 Prozent
- Sondersatz für Beherbergung.
- 2,6 Prozent
- Reduzierter Satz, unter anderem für Lebensmittel, Bücher und Medikamente.
Kontenrahmen KMU
Ein neues Unternehmen startet mit dem Kontenrahmen KMU, nicht mit einer leeren Liste und auch nicht mit einem amerikanischen Chart of Accounts, den jemand übersetzt hat.
Die Kontonummern sind die, die dein Treuhänder erwartet. Das klingt klein und entscheidet darüber, ob die erste Übergabe zwanzig Minuten dauert oder einen Nachmittag.
ISO 20022, in beide Richtungen
Kontoauszüge kommen als camt.053 herein, Umsatzmeldungen als camt.054. Zahlungsaufträge gehen als pain.001 hinaus. Das sind die Formate, die Schweizer Banken tatsächlich sprechen.
Der Abgleich läuft über die Referenz aus der QR-Rechnung. Bezahlt eine Kundin mit dem Einzahlungsschein, den TILL erzeugt hat, findet die Zahlung ihre Rechnung selbst.
Aufbewahrung, und wer sie tatsächlich schuldet
OR Art. 958f verlangt, dass Geschäftsbücher und Belege zehn Jahre aufbewahrt werden. Diese Pflicht trifft dich, nicht deine Software, und kein Anbieter kann sie dir abnehmen.
Was TILL dazu beiträgt, ist die Form: das Hauptbuch ist fortschreibend, Korrekturen sind Gegenbuchungen, und Belege liegen bei den Buchungen, zu denen sie gehören. Weil alles in einer Datei auf deinem Rechner liegt, ist die Aufbewahrung eine Sicherung, die du selbst kontrollierst, und nicht ein Abo, das weiterlaufen muss.
Ehrlich dazu gesagt: fortschreibendes Buchen ist gute Praxis und die Grundlage dafür, dass ein Dritter sich nach OR Art. 958 Abs. 1 ein zuverlässiges Urteil bilden kann. Es ist keine Vorschrift, die irgendein Artikel wörtlich so verlangt.
Was heute noch nicht geht
Stand Juli 2026
TILL ist Pre-Alpha. Die Standards oben sind spezifiziert und gebaut, aber das Hauptbuch ist noch nicht so weit, dass du echte Bücher darauf führen solltest. Wir sagen es hier, weil es sonst die Sorte Satz ist, die man erst nach der Installation findet.
Eine Anbindung an die ESTV für die elektronische Einreichung gibt es nicht, und zwar nicht aus Nachlässigkeit: es gibt keine öffentliche Einreichungs-Schnittstelle, die man anbinden könnte. Die Abrechnung wird vorbereitet, eingereicht wird sie von dir.
Verfolg mit, wie es weitergeht.